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Details zur Weiterbildung 2020-2024

Zielgruppe 

·  Therapeut(inn)en mit Berufserfahrung, die über ihre erlernten Verfahren hinausgehen wollen, an einem spirituellen und integrativen Ansatz  interessiert sind und Lebendigkeit und Psychotherapie nicht als sich  ausschließende Begriffe ansehen. 

·  Interessierte aus verwandten oder auch anderen Berufsgruppen, sofern sie  über das erforderliche Bewusstsein sowie eine entsprechend fortgeschrittene Selbsterfahrung verfügen und in sich den Wunsch verspüren, für sich und andere das Licht auf die Welt zu bringen. 

Grundgedanke

Unsere Arbeit basiert auf einem spirituellen Welt- und Menschenbild. Sie ist geprägt von der Gewissheit, dass der Mensch als vieldimensionales Wesen Schöpfer seiner persönlichen Wirklichkeit ist –  und zwar auf einer bewussten, einer unbewussten und einer überbewussten Ebene. Wir sind somit völlig eigenverantwortlich für unser Schicksal: Krankheit und Gesundheit, Leid und Glück sind Niederschlag zumeist unbewusster innerer Haltungen, Überzeugungen, Paradigmen und Reaktionsmuster, die wir im Laufe unserer Lebensgeschichte erworben haben. Letztlich sind sie aber das Resultat karmischer Aufgaben, die wir mitbringen, um sie zu lösen. Dieser Prozess bringt uns mehr und mehr dem allumfassenden Bewusstsein näher, welches sich in jedem Menschen individualisiert. 

Im veränderten Wachbewusstsein bekommen wir Zugang zu den prägenden Erfahrungen, die zur Entstehung solcher Einstellungen geführt haben. Erlebnisregression und tiefenpsychologische Aufarbeitung stellen den analytischen Aspekt unseres Ansatzes dar. Darüber hinaus bietet unsere Arbeitsweise Gelegenheit zu korrigierenden und heilenden Neuerfahrungen im therapeutischen Gruppenklima. So kann das innere Kind erlöst werden und sich die Tür zur inneren Kraftquelle und inneren Weisheit öffnen. Wenn die Seele alle begrenzenden Vorstellungen und Blockaden aufgelöst hat, wird das göttliche Bewusstsein im Menschen frei und kann auf die Welt kommen.

Wahre Autonomie entsteht erst durch den Zugang zum inneren Selbst, welches Orientierung und Führung, Halt und Geborgenheit gibt. Diese geistige Verbindung hilft, die inneren und die zwischenmenschlichen Konflikte zu lösen. Erst eine solche Verankerung im eigenen Inneren ermöglicht es, wirkliche Nähe zuzulassen und Trennung auszuhalten. Wenn uns die Motive der überbewussten Seite unseres Selbst ins Bewusstsein treten, beginnt auch ein tieferes Verstehen unseres Lebens- und Erfahrungswegs. Ziel ist eine zunehmende SELBST-Verwirklichung, die schließlich irgendwann in die völlige Vereinigung mit dem göttlichen SELBST münden wird. 

Während wir uns mit Worten vorwiegend auf der personalen Ebene bewegen, sind Klang, Rhythmus und Körper als nonverbale Medien besonders geeignet, über Zustände erweiterten Bewusstseins Zugang zu vermitteln zur präpersonalen Schicht einerseits und zu transpersonalen Bereichen andererseits. 

Ein zentrales Anliegen unserer Arbeit besteht darin, in unserer momentanen Zeitenwende die Entwicklung des „Neuen Bewusstseins“ zu unterstützen. Das bedeutet u.a., sich für die Überwindung der Dualität zu engagieren und den sog. Transmutationsprozess auf den Ebenen des Individuums wie auch unseres Planeten zu verstehen und zu fördern. Es geht darum, sich in höhere Dimensionen zu entwickeln und zu erlauben, dass die „Neue Energie“ auch unseren Körper und die Materie verwandelt.

Ausbildungskonzept 

Der Gesamtablauf entspricht grundsätzlich dem einer Lehrtherapie in der Gruppe. Wir glauben, dass selbst in rein beruflicher Hinsicht die beste Fortbildung in einer Heilung noch gestörter Anteile und in der eigenen Weiterentwicklung auf den Ebenen von Körper, Seele und Geist liegt. Deshalb müssen die von uns angebotenen Methoden zunächst „am eigenen Leibe“ erlebt werden, bevor sie in der therapeutischen Arbeit mit Klienten angewandt werden können. Das Erfahrene wird stets verbal aufgearbeitet und die Vorgehensweise auf der Metaebene transparent gemacht. Im Verlauf der Weiterbildung bekommen die Teilnehmer/innen zunehmend mehr Zeit, die Anwendung der erlebten Methoden auch miteinander zu praktizieren. Obwohl die zu vermittelnden Inhalte weitgehend feststehen, wird der Ablauf doch ganz wesentlich von der sich spontan entfaltenden Gruppendynamik bestimmt. 

Die Teilnehmer/innen können lernen, die Behandlungssituation als schöpferischen Akt zu verstehen, welcher in der aktuellen Situation eine stets neue und vorher nicht genau festgelegte Gestalt annimmt. Diese entsteht aus den Erfordernissen seitens des Klienten und den Möglichkeiten des Therapeuten. Die Teilnehmer/innen werden darin unterstützt, sich im therapeutischen Prozess ihrer „geläuterten“ (von eigenen Bedürfnissen gereinigten) Intuition und Inspiration anzuvertrauen und sich auf eine echte menschliche (und dennoch therapeutische) Beziehung einzulassen. Dies kann nicht ohne Überwindung allzu enger methodischer Grenzen gelingen. Die Sicherheit in der Therapiesituation wird dann weniger durch starre Regeln erreicht, als vielmehr durch die therapeutische Absicht, sich ganz in den Dienst der Heilung des Patienten zu stellen und sich der inneren Führung anzuvertrauen. Dazu gehört auch, sich einer tieferen Liebe zu öffnen. 

Unser Konzept macht eine Vielfalt von Methoden erforderlich, die in Einzel- und Gruppentherapie angewandt werden können. Jede/r kann dabei gemäß persönlicher Neigungen und Fähigkeiten ihren bzw. seinen eigenen Weg finden. Deshalb wollen wir nicht nur vermitteln, was wir entwickelt haben, sondern auch offen bleiben für gemeinsame Neuschöpfungen. 

Obwohl auch wir methodisches Rüstzeug anbieten, ist unser Hauptanliegen, die Teilnehmer/innen zu ermutigen und zu befähigen, sich in der Therapiesituation letztlich von ihrem „inneren Selbst“ leiten zu lassen. 

Inhaltliche Elemente

In der folgenden Aufzählung können wir nicht umhin, die verschiedenen Facetten unserer Arbeit künstlich zu trennen. In der Praxis überlagern sie sich oftmals oder gehen ineinander über. 

Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen:
Vermittelt werden das Erkennen und der Umgang mit verschiedenen therapeutisch relevanten Bewusstseinszuständen: die kognitive Ebene des Wachbewusstseins, die innere Achtsamkeit, das katathyme Erleben, gelegentlich auch tiefere Trance oder Ekstase. Zentrales Anliegen ist die Vermittlung unterschiedlicher Wege in verschiedene veränderte Wachbewusstseinszustände. 

Klanggeleitete Trance: 
Bei der „Klanggeleiteten Trance“ handelt es sich um eine von mir (Wolfgang Strobel) entwickelte schamanisch inspirierte und tiefenpsychologisch fundierte Form rezeptiver Musiktherapie, bei der mit archetypischen Klang- und Rhythmusstrukturen psycho­therapeutisch gearbeitet wird.

Freie Improvisation mit Instrument, Stimme und Körper: 

Die freie (mitunter thematisch motivierte) musikalische und szenische Improvisation hat sich aus der aktiven Musiktherapie entwickelt. Es geht darum, dass sie nicht „vom Kopf“ gesteuert wird. Vielmehr soll im veränderten Wachbewusstsein die Tiefendimension der Seele einen direkten Ausdruck finden. So manifestiert sich das Unbewusste im freien Agieren.

Nondirektive Arbeit mit dem Körper:

Wir vermitteln ein Verständnis für die Sprache des Körpers (über Körperwahrnehmung) und Möglichkeiten, wie man darauf gegebenenfalls sinnvoll therapeutisch antworten kann (z. B. durch Berührung oder verbal). Dabei gehen wir von der Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit körperlicher Nähe aus. 
Des Weiteren gibt es verschiedene Angebote, in denen Leib und Seele durch die Unterstützung von Klang und Rhythmus (wieder) einen authentischen Ausdruck finden können (über unterschiedliche Körperhaltungen, Bewegung, spontanen Tanz und in autonomen Körperprozessen).

Strukturierte Arbeit mit dem Körper:

Durch verschiedene Übungsangebote können körperliche Blockierungen wahrgenommen und überwunden werden. Geweckt werden soll die Fähigkeit, energetische Zustände und den Energiefluss wahrzunehmen und zu lenken – und zwar bei sich selbst, bei anderen oder in der Gruppe. Darüber hinaus wird auch die Wirkung stereotyper Bewegungsmuster und die Arbeit mit strukturiertem elementaren Tanz vermittelt.

Grundlagen des Schamanismus aus gegenwärtiger Sicht: 

Einige unserer Methoden gehen auf schamanische Prinzipien zurück. Man kann den Schamanismus als eine Art Glaubens- und Heilsystem bezeichnen, in dem mit veränderten Bewusstseinszuständen und Natursymbolen gearbeitet wird. Er besitzt ein topographisches Modell des Bewusstseins sowie ein einfaches Pathologie-Modell, aus dem sich therapeutische Handlungsanweisungen ableiten lassen. Der Schamanismus lässt sich mit einem tiefenpsychologischen Ansatz in Einklang bringen, auch wenn er darüber hinaus geht. Für Menschen unserer Zeit kann er auch eine Hilfe sein, die Entfremdung von der Natur zu überwinden. 

Energiearbeit über Besetzungsinduktion: 

Über die Induktion der Verkörperung unterschiedlicher energetischer Entitäten (abgewehrte Gefühle, Introjekte, abgespaltene Seelenanteile, verinnerlichte fremde Seelenfragmente oder sog. desinkarnierte Seelen) können diese exploriert, verstanden und therapeutisch beeinflusst werden (z.B. durch Modifikation, Integration, Auflösung oder Externalisierung).

Arbeit mit dem Atem 

Die Atmung ist eng mit den Gefühlen verknüpft: Unterdrücken des Atmens blockiert die Gefühle. Bewusstes Atmen hingegen öffnet blockierte und unerschlossene Atemräume und befreit unterdrückte Gefühle. Eine vertiefte Atmung fördert autonome innere Prozesse. Im Atmen vereinen sich Körper und Rhythmus. Der Atem erschließt uns die Wahrnehmung des Seins. 

Verschiedene Möglichkeiten des Durcharbeitens: 

Qualitäten des Durcharbeitens besitzt neben der gängigen tiefenpsychologisch orientierten verbalen Bearbeitung auch die Ebene des Handelns selbst (insbesondere der musikalische Ausdruck und spontane Körperprozesse, aber auch szenische Darstellung, bzw. Aufstellung, Rollenspiel und Malen). Dabei ist oftmals bereits der Wechsel von einer Interaktionsebene zur anderen weiterführend. Verstehen und Reflektieren helfen, Erlebtes zu integrieren. Manchmal aber bleibt wahrnehmende Erkenntnis treffender und wirkungsvoller als (intellektualisierende) Sprache. Wenn aus der Ergriffenheit des Erlebens die Sprache poetisch wird, verbinden sich beide Welten. 

Spielweise auf verschiedenen Musikinstrumenten: 

Vermittelt werden – soweit es der zeitliche Rahmen ermöglicht – Grundlagen der Spielweise von Instrumenten, die für die „Klanggeleitete Trance“ relevant sind (z. B. Monochord, Gong, Klangschale, Didjeridu), elementare Rhythmen auf Trommeln und anderen Percussions-Instrumenten.

Verbindung von Psychotherapie und Meditation: 

Psychotherapie und Meditation können sich gegenseitig ergänzen und günstig beeinflussen. Meditation ist ein übendes Verfahren, welches zentriert und zu Einsicht und Klarheit führt. Sie hilft, mit sich stimmig zu werden, die Pforten zum Überbewusstsein zu öffnen und die „innere Stimme“ wahrnehmen zu lernen. Vermittelt werden Grundübungen des Tantrischen Kriya-Yoga und auf Wunsch die „Kosmische Kobraatmung“ (Kriya-Kundalini-Pranayama). Meditation hat für Therapeut(inn)en dieselbe Bedeutung wie das Stimmen eines Instruments für den Musiker. 

Teilnahmebedingungen

  • abgeschlossene Psychotherapie-, Körpertherapie- oder Musiktherapieausbildung bzw. eine gleichwertige Selbsterfahrung sowie Berufserfahrung
  • die Fähigkeit, sich auf einen Zustand veränderten Wachbewusstseins einzulassen und daraus wieder aufzutauchen (hinreichend stabile Ich-Struktur) 
  • eine elementare Musikalität, die sich äußert in der Fähigkeit, ein Instrument zu stimmen, auf einer Trommel den Takt zu halten und in dem Mut, die eigene Stimme tönen zu lassen
  • Aufgeschlossenheit gegenüber einer spirituellen Orientierung und Interesse an spirituellem Wachstum
  • persönliches Vorgespräch (es sei denn, es ist uns jemand bereits gut 
    bekannt) 

„KLANG, RHYTHMUS UND KÖRPER“

ANMELDEDATEN

Zeitumfang:
Die Weiterbildung umfasst in einem Zeitraum von gut drei Jahren 11 Blockveranstaltungen (3 pro Jahr) von je 5 Tagen; insgesamt 55 Kurstage mit mindestens 6 zumeist aber 7 ½ Arbeitsstunden täglich (ca. 385 Std) sowie 1 ½ Std. Yoga & Morgenmeditation.

Termine:

                                Block 1     08. – 13.11.2020

                                Block 2     21. – 26.03.2021

                                Block 3     06.  –  11.06.2021

                                Block 4     19.  –  24.09.2021

                                Block 5     23.  –  28.01.2022

                                Block 6     02.  –  08.05.2022

                                Block 7     25.  –  30.09.2022

                                Block 8     22.  –  27.01.2023

                                Block 9     01.  –  06.05.2023

                                Block 10   24.  –  29.09.2023

                                Block 11   21.  –  26.01.2024

Tagungsort: 
Seminarzentrum MaRah auf Hof Moorort
Moororter Str. 24, D – 32369 Rahden – Pr. Ströhen
Telefon: 05776-948201     Fax: 05776-560
E-mail: info@marah.de 

Kursgebühr:
790,– € pro 5-Tage-Block; insgesamt 8.690,– €.

Kosten für das Tagungszentrum: Übernachtung & Verpflegung pro Tag und Person ab 01.04.19 zwischen 57,- und 91,- € (je nach Zimmerwahl). Umlage der Gruppenraummiete voraussichtlich zwischen 25,- € pro Blockveranstaltung.

Honorar für Vorgespräch (50 bis 75 min):  100,– € 

Zahlungsmodus: 
Nach Erhalt der schriftlichen Zusage ist die Kursgebühr für den ersten Weiterbildungsblock innerhalb von 2 Wochen zur Sicherstellung der Verbindlichkeit zu überweisen an: Wolfgang Strobel IBAN: DE07 3006 0601 0207 3902 03, BIC: DAAEDEDDXXX, apoBank. Die Seminargebühren für die weiteren Einheiten sind jeweils spätestens 10 Tage vor der nächsten Blockveranstaltung zu überweisen.

Rücktrittsbedingungen: 
Bei Abmeldung bis 3 Monate vor dem Beginn erfolgt die Rücküberweisung des Betrags abzüglich 10% Bearbeitungsgebühr. Danach erfolgt eine Rücküberweisung nur, wenn kurzfristig noch ein/e Ersatzteilnehmer/in gleichen Geschlechts gefunden werden kann. 6 Wochen vor Beginn ist ein Rücktritt nicht mehr möglich und die gesamte Weiterbildungs­gebühr ist für alle 11 Blockveranstaltungen in entsprechenden Raten zu zahlen.

Anmeldung

Anmeldungsformular beantragen bei:

Büro Dr. W. Strobel, Oberer Geißelring 10, D-97236 Lindelbach 
Telefon: 09303 – 9846422 •  Fax 09303 – 9846423
e-mail: ·  info@wolfgang-strobel.de