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Inhaltliche Elemente

In der folgenden Aufzählung lässt es sich nicht vermeiden, die verschiedenen Facetten der Arbeit künstlich zu trennen. In der Praxis überlagern sie sich oftmals oder gehen ineinander über.


Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen:
Vermittelt werden das Erkennen und der Umgang mit verschiedenen therapeutisch relevanten Bewusstseins-zuständen: die kognitive Ebene des Wachbewusstseins, die innere Achtsamkeit, das katathyme Erleben, gelegentlich auch tiefere Trance oder Ekstase. Zentrales Anliegen ist die Vermittlung unterschiedlicher Wege in verschiedene veränderte Wachbewusstseinszustände.

Klanggeleitete Trance:
Bei der „Klanggeleiteten Trance“ handelt es sich um eine von mir (Wolfgang Strobel) entwickelte, schamanisch inspirierte und tiefenpsychologisch fundierte Form rezeptiver Musiktherapie, bei der mit archetypischen Klang- und Rhythmusstrukturen psychotherapeutisch gearbeitet wird.

Freie Improvisation mit Instrument und Stimme:
Die freie (mitunter thematisch motivierte) musikalische und szenische Improvisation hat sich aus der aktiven Musiktherapie entwickelt. Es geht darum, dass sie nicht „vom Kopf“ gesteuert wird. Vielmehr soll im veränderten Wachbewusstsein die Tiefen dimension der Seele einen direkten Ausdruck finden. So manifestiert sich das Unbewusste im freien Agieren.

Nondirektive Arbeit mit dem Körper:
Wir vermitteln ein Verständnis für die Sprache des Körpers (über Körperwahrnehmung) und Möglichkeiten, wie man darauf gegebenenfalls sinnvoll therapeutisch antworten kann (z. B. durch Berührung oder verbal). Dabei gehen wir von der Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit körperlicher Nähe aus. Des Weiteren gibt es verschiedene Angebote, in denen Leib und Seele durch die Unterstützung von Klang und Rhythmus (wieder) einen authentischen Ausdruck finden können (über unterschiedliche Körperhaltungen, Bewegung, spontanen Tanz und in autonomen Körperprozessen).

Strukturierte Arbeit mit dem Körper:
Durch verschiedene Übungsangebote können körperliche Blockierungen wahrgenommen und überwunden werden. Geweckt werden soll die Fähigkeit, energetische Zustände und den Energiefluss wahrzunehmen und zu lenken und zwar bei sich selbst, bei anderen oder in der Gruppe. Darüber hinaus wird auch die Wirkung stereotyper Bewegungsmuster und die Arbeit mit strukturiertem elementaren Tanz vermittelt.

Grundlagen des Schamanismus aus gegenwärtiger Sicht:
Einige unserer Methoden gehen auf schamanische Prinzipien zurück. Man kann den Schamanismus als eine Art Glaubens- und Heilsystem bezeichnen, in dem mit veränderten Bewusst-seinszuständen und Natursymbolen gearbeitet wird. Er besitzt ein topographisches Modell des Bewusstseins sowie ein einfaches Pathologie-Modell, aus dem sich therapeutische Handlungsanweisungen ableiten lassen. Der Schamanismus lässt sich mit einem tiefenpsychologischen Ansatz in Einklang bringen, auch wenn er darüber hinaus geht. Für Menschen unserer Zeit kann er auch eine Hilfe sein, die Entfremdung von der Natur zu überwinden.

Energiearbeit über Besetzungsinduktion:
Über die Induktion der Verkörperung unterschiedlicher energe-tischer Entitäten (abgewehrte Gefühle, Introjekte, abgespaltene Seelenanteile, verinnerlichte fremde Seelenfragmente oder sog. desinkarnierte Seelen) können diese exploriert, verstanden und therapeutisch beeinflusst werden (z.B. durch Modifikation, Integration, Auflösung oder Externalisierung).

Arbeit mit dem Atem:
Die Atmung ist eng mit den Gefühlen verknüpft: Unterdrücken des Atmens blockiert die Gefühle. Bewusstes Atmen hingegen öffnet blockierte und unerschlossene Atemräume und befreit unterdrückte Gefühle. Eine vertiefte Atmung fördert autonome innere Prozesse. Im Atmen vereinen sich Körper und Rhythmus. Der Atem erschließt uns die Wahrnehmung des Seins.

Verschiedene Möglichkeiten des Durcharbeitens:
Qualitäten des Durcharbeitens besitzt neben der gängigen tiefenpsychologisch orientierten verbalen Bearbeitung auch die Ebene des Handelns selbst (insbesondere der musikalische Ausdruck und spontane Körperprozesse, aber auch szenische Darstellung, bzw. Aufstellung, Rollenspiel und Malen). Dabei ist oftmals bereits der Wechsel von einer Interaktionsebene zur anderen weiterführend. Verstehen und Reflektieren helfen, Erlebtes zu integrieren. Manchmal aber bleibt wahrnehmende Erkenntnis treffender und wirkungsvoller als (intellek-tualisierende) Sprache. Wenn aus der Ergriffenheit des Erlebens die Sprache poetisch wird, verbinden sich beide Welten.

Spielweise auf verschiedenen Musikinstrumenten:
Vermittelt werden – soweit es der zeitliche Rahmen ermöglicht – Grundlagen der Spielweise von Instrumenten, die für die „Klanggeleitete Trance“ relevant sind (z. B. Monochord, Gong, Klangschale, Didgeridoo), elementare Rhythmen auf Trommeln und anderen Percussion-Instrumenten.

Verbindung von Psychotherapie und Meditation:
Psychotherapie und Meditation können sich gegenseitig ergänzen und günstig beeinflussen. Meditation ist ein übendes Verfahren, welches zentriert und zu Einsicht und Klarheit führt. Sie hilft, mit sich stimmig zu werden, die Pforten zum Überbewusstsein zu öffnen und die „innere Stimme“ wahrnehmen zu lernen. Vermittelt werden Grundübungen des Tantrischen Kriya-Yoga und auf Wunsch die „Kosmische Kobraatmung“ (Kriya-Kundalini-Pranayama). Meditation hat für TherapeutInnen dieselbe Bedeutung wie das Stimmen eines Instruments für den Musiker