Zielgruppe
· Therapeut:innen mit Berufserfahrung, die über ihre erlernten Verfahren hinausgehen wollen, und an einem spirituellen und integrativen Ansatz interessiert sind.
· Interessierte aus verwandten oder auch anderen Berufsgruppen, sofern sie über das erforderliche Bewusstsein sowie eine entsprechend fortgeschrittene Selbsterfahrung verfügen.
Grundgedanke
Unsere Arbeit basiert auf einem spirituellen Welt- und Menschenbild. Sie ist geprägt von der Gewissheit, dass der Mensch als vieldimensionales Wesen Schöpfer seiner persönlichen Wirklichkeit ist – und zwar auf einer bewussten, einer unbewussten und einer überbewussten Ebene. Krankheit und Gesundheit, Leid und Glück sind Niederschlag zumeist unbewusster innerer Haltungen, Überzeugungen, Paradigmen und Reaktionsmuster, die wir im Laufe unserer Lebensgeschichte erworben haben. Letztlich sind sie aber das Resultat karmischer Aufgaben, die wir mitbringen, um sie zu lösen. Dieser Prozess bringt uns mehr und mehr dem allumfassenden Bewusstsein näher, welches sich in jedem Menschen individualisiert.
Klang, Rhythmus und Körper als nonverbale Medien ermöglichen einen Zugang zu veränderten Bewusstseinszuständen. Während wir uns mit Worten vorwiegend auf der personalen Ebene bewegen, können durch die nonverbalen Methoden präpersonale Schichten einerseits und transpersonale Bereiche andererseits erfahrbar werden. Im erweiterten Bewusstsein bekommen wir Zugang zu den prägenden Erfahrungen, die zur Entstehung oben genannter Konditionierungen geführt haben. Erlebnisregression und tiefenpsychologische Aufarbeitung stellen den analytischen Aspekt unseres Ansatzes dar. Darüber hinaus bietet unsere Arbeitsweise Gelegenheit zu korrigierenden und heilenden Neuerfahrungen im therapeutischen Gruppenklima. So kann das verletzte innere Kind gesunden und sich die Tür zur inneren Kraftquelle sowie zur inneren Weisheit öffnen. In dem Maße, in dem sich auf seelischer Ebene begrenzende Vorstellungen und Blockaden auflösen, kann das wahre Selbst des Menschen frei werden und auf die Welt kommen.
Wahre Autonomie entsteht erst durch den Zugang zum inneren Selbst (=SELBST), welches Orientierung und Führung, Halt und Geborgenheit gibt. Diese geistige Verbindung hilft, die inneren und die zwischenmenschlichen Konflikte zu lösen. Erst eine solche Verankerung im eigenen Inneren ermöglicht es, wirkliche Nähe zuzulassen und Trennung auszuhalten. Wenn uns die Motive der überbewussten Seite unseres Selbst ins Bewusstsein treten, beginnt auch ein tieferes Verstehen unseres Lebens- und Erfahrungswegs. Ziel ist eine zunehmende SELBST-Verwirklichung, die schließlich irgendwann in die völlige Vereinigung mit dem göttlichen SELBST mündet (SELBST-Verwirklichung ist etwas anderes, als wir umgangssprachlich mit Selbstverwirklichung bezeichnen).
Aus unserer Sicht ist der individuelle Heilungweg eingebettet in einen kollektiven Bewusstseinswandel. Unser Anliegen ist es, einen Beitrag zu diesem Wandel zu leisten. Mit Beginn des Wassermann-Zeitalters findet eine Zeitenwende statt: es ist ein Wandel in das Neue Bewusstsein, ein Übergang von der 3. zur 5. Dichtedimension, von der Dualität zur Non-Dualität. Der Zwischenbereich der 4. Dimension zeichnet sich dadurch aus, dass man sich in der Zeit in alle Richtungen (Vergangenheit und Zukunft) bewegen kann. Unsere therapeutische Arbeit, besonders die mit veränderten Wachbewusstseins-zuständen (VWB), findet in dieser 4. Dimension statt.
Der derzeitige Aufstiegsprozess der Erde durch diese Dimensionen geht mit einer Erhöhung der Schwingungsfrequenz und einer Abnahme der Dichte einher. Dies wirkt sich auf Körper, Geist und Seele aus und kann unsere Entwicklung auf allen Ebenen vertiefen und beschleunigen. Damit können Blockaden stärker hervortreten (im Inneren wie im Zwischenmenschlichen) und sind einer Bearbeitung leichter zugänglich. Auch Schwierigkeiten und Herausforderungen können sich deutlicher zeigen. Deren Behandlung, Integration und Transformation werden durch die von uns angebotene spirituelle Praxis, die den Körper einbezieht, begünstigt. Unsere Weiterbildung begleitet und unterstützt diesen ganzheitlichen Prozess.
Weiterbildungskonzept
Der Gesamtablauf entspricht grundsätzlich dem einer Lehrtherapie in der Gruppe. Wir glauben, dass selbst in rein beruflicher Hinsicht die beste Fortbildung in einer Heilung noch gestörter Anteile und in der eigenen Weiterentwicklung auf den Ebenen von Körper, Seele und Geist liegt. Deshalb müssen die von uns angebotenen Methoden zunächst „am eigenen Leibe“ erlebt werden, bevor sie in der therapeutischen Arbeit mit Klient(inn)en angewandt werden können. Das Erfahrene wird stets verbal aufgearbeitet und die Vorgehensweise auf der Metaebene transparent gemacht. Im Verlauf der Weiterbildung bekommen die Teilnehmer:innen zunehmend mehr Zeit, die Anwendung der erlebten Methoden auch miteinander zu praktizieren. Obwohl die zu vermittelnden Inhalte weitgehend feststehen, wird der Ablauf doch ganz wesentlich von der sich spontan entfaltenden Gruppendynamik bestimmt.
Die Teilnehmer:innen können lernen, die Behandlungssituation als schöpferischen Akt zu verstehen, welcher in der aktuellen Situation eine stets neue und vorher nicht genau festgelegte Gestalt annimmt. Diese entsteht aus den Erfordernissen seitens der Klient(inn)en und den Möglichkeiten der Therapeut(inn)en. Die Teilnehmer:innen werden darin unterstützt, sich im therapeutischen Prozess ihrer „geläuterten“ (von eigenen Bedürfnissen gereinigten) Intuition und Inspiration anzuvertrauen und sich auf eine echte menschliche (und dennoch therapeutische) Beziehung einzulassen. Dies kann nicht ohne Überwindung allzu enger methodischer Grenzen gelingen. Die Sicherheit in der Therapiesituation wird dann weniger durch starre Regeln erreicht, als vielmehr durch die therapeutische Absicht, sich ganz in den Dienst der Heilung des Patienten zu stellen und sich der eigenen inneren Führung anzuvertrauen. Dazu gehört auch, sich einer tieferen Liebe zu öffnen.
Unser Konzept macht eine Vielfalt von Methoden erforderlich, die in Einzel- und Gruppentherapie angewandt werden können. Jede:r kann dabei gemäß persönlicher Neigungen und Fähigkeiten ihren bzw. seinen eigenen Weg finden. Deshalb wollen wir nicht nur vermitteln, was wir entwickelt haben, sondern auch offen bleiben für gemeinsame Neuschöpfungen.
Obwohl auch wir methodisches Rüstzeug anbieten, ist unser Hauptanliegen, die Teilnehmer:innen zu ermutigen und zu befähigen, sich in der Therapiesituation letztlich von ihrem „inneren Selbst“ leiten zu lassen.
Inhaltliche Elemente
In der folgenden Aufzählung können wir nicht umhin, die verschiedenen Facetten unserer Arbeit künstlich zu trennen. In der Praxis überlagern sie sich oftmals oder gehen ineinander über.
Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen:
Vermittelt werden das Erkennen und der Umgang mit verschiedenen therapeutisch relevanten Bewusstseinszuständen: die kognitive Ebene des Wachbewusstseins, die innere Achtsamkeit, das katathyme Erleben, gelegentlich auch tiefere Trance oder Ekstase. Zentrales Anliegen ist die Vermittlung unterschiedlicher Wege in verschiedene veränderte Wachbewusstseinszustände.
Klanggeleitete Trance:
Bei der „Klanggeleiteten Trance“ handelt es sich um eine von mir (Wolfgang Strobel) seit 1984 entwickelte schamanisch inspirierte und tiefenpsychologisch fundierte Form rezeptiver Musiktherapie, bei der mit archetypischen Klang- und Rhythmusstrukturen psychotherapeutisch gearbeitet wird.
Freie Improvisation mit Instrument, Stimme und Körper:
Die freie (mitunter thematisch motivierte) musikalische und szenische Improvisation hat sich aus der aktiven Musiktherapie entwickelt. Es geht darum, dass sie nicht „vom Kopf“ gesteuert wird. Vielmehr soll im veränderten Wachbewusstsein die Tiefendimension der Seele einen direkten Ausdruck finden. So manifestiert sich das Unbewusste im freien Agieren.
Nondirektive Arbeit mit dem Körper:
Wir vermitteln ein Verständnis für die Sprache des Körpers (über Körperwahrnehmung) und Möglichkeiten, wie man darauf gegebenenfalls sinnvoll therapeutisch antworten kann (z. B. durch Berührung oder verbal). Dabei gehen wir von der Natürlichkeit und Selbstverständlichkeit körperlicher Nähe aus.
Des Weiteren gibt es verschiedene Angebote, in denen Leib und Seele durch die Unterstützung von Klang und Rhythmus (wieder) einen authentischen Ausdruck finden können (über unterschiedliche Körperhaltungen, Bewegung, spontanen Tanz und in autonomen Körperprozessen).
Strukturierte Arbeit mit dem Körper:
Durch verschiedene Übungsangebote können körperliche Blockierungen wahrgenommen und überwunden werden. Geweckt werden soll die Fähigkeit, energetische Zustände und den Energiefluss wahrzunehmen und zu lenken – und zwar bei sich selbst, bei anderen oder in der Gruppe. Darüber hinaus wird auch die tranceinduzierende Wirkung von stereotypen Bewegungsmustern und elementarem Tanz vermittelt.
Grundlagen des Schamanismus aus gegenwärtiger Sicht:
Einige unserer Methoden gehen auf schamanische Prinzipien zurück. Man kann den Schamanismus als eine Art Glaubens- und Heilsystem bezeichnen, in dem mit veränderten Bewusstseinszuständen und Natursymbolen gearbeitet wird. Er besitzt ein topographisches Modell des Bewusstseins sowie ein einfaches Pathologie-Modell, aus dem sich therapeutische Handlungsanweisungen ableiten lassen. Der Schamanismus lässt sich mit einem tiefenpsychologischen Ansatz in Einklang bringen, auch wenn er darüber hinaus geht. Für Menschen unserer Zeit kann er auch eine Hilfe sein, die Entfremdung von der Natur zu überwinden.
Energiearbeit über Besetzungsinduktion:
Über die Induktion der Verkörperung unterschiedlicher energetischer Entitäten (abgewehrte Gefühle, Introjekte, abgespaltene Seelenanteile, verinnerlichte fremde Seelenfragmente oder sog. desinkarnierte Seelen) können diese in die Gegenwart geholt, exploriert, verstanden und therapeutisch beeinflusst werden (z.B. durch Modifikation, Integration, Auflösung oder Externalisierung).
Arbeit mit dem Atem
Die Atmung ist eng mit den Gefühlen verknüpft: Unterdrücken des Atmens blockiert die Gefühle. Bewusstes Atmen hingegen öffnet blockierte und unerschlossene Atemräume und befreit unterdrückte Gefühle. Eine vertiefte Atmung fördert autonome innere Prozesse. Im Atmen vereinen sich Körper und Rhythmus. Der Atem erschließt uns die Wahrnehmung des Seins.
Verschiedene Möglichkeiten des Durcharbeitens:
Qualitäten des Durcharbeitens besitzt neben der gängigen tiefenpsychologisch orientierten verbalen Bearbeitung auch die Ebene des Handelns selbst (insbesondere musikalischer Ausdruck und spontane Körperprozesse, aber auch szenische Darstellung, bzw. Aufstellung, Rollenspiel und Malen). Dabei ist oftmals bereits der Wechsel von einer Interaktionsebene zur anderen weiterführend. Verstehen und Reflektieren helfen, Erlebtes zu integrieren. Manchmal aber bleibt wahrnehmende Erkenntnis treffender und wirkungsvoller als (intellektualisierende) Sprache. Wenn aus der Ergriffenheit des Erlebens die Sprache poetisch wird, verbinden sich beide Welten.
Spielweise auf verschiedenen Musikinstrumenten:
Vermittelt werden Grundlagen der Spielweise von Instrumenten, die für die „Klanggeleitete Trance“ relevant sind (z. B. Monochord, Gong, Didjeridu, Klangschale), elementare Rhythmen auf Trommeln und anderen Percussions-Instrumenten soweit es der zeitliche Rahmen ermöglicht.
Verbindung von Psychotherapie und Meditation:
Psychotherapie und Meditation können sich gegenseitig ergänzen und günstig beeinflussen. Meditation ist ein übendes Verfahren, welches zentriert und zu Einsicht und Klarheit führt. Sie hilft, mit sich stimmig zu werden, die Pforten zum Überbewusstsein zu öffnen und die „innere Stimme“ wahrnehmen zu lernen. Vermittelt werden Grundübungen des Tantrischen Kriya-Yoga und auf Wunsch die „Kosmische Kobraatmung“ (Kriya-Kundalini-Pranayama). Meditation hat für Therapeut(inn)en dieselbe Bedeutung wie das Stimmen eines Instruments für Musiker:innen.
Teilnahmebedingungen
- abgeschlossene Psychotherapie-, Körpertherapie- oder Musiktherapieausbildung bzw. eine gleichwertige Selbsterfahrung sowie Berufserfahrung
- die Fähigkeit, sich auf einen Zustand veränderten Wachbewusstseins einzulassen und daraus wieder aufzutauchen (hinreichend stabile Ich-Struktur)
- eine elementare Musikalität, die sich äußert in der Fähigkeit, ein Instrument zu stimmen, auf einer Trommel den Takt zu halten und in dem Mut, die eigene Stimme tönen zu lassen
- Aufgeschlossenheit gegenüber einer spirituellen Orientierung und Interesse an spirituellem Wachstum
- persönliches Vorgespräch (es sei denn, es ist uns jemand bereits gut
bekannt)
„KLANG, RHYTHMUS UND KÖRPER“
ANMELDEDATEN
Zeitumfang:
Die Weiterbildung umfasst in einem Zeitraum von gut drei Jahren 11 Blockveranstaltungen (3 pro Jahr) von je 5 Tagen und 1x 6 Tage; insgesamt 56 Kurstage mit mindestens 6 zumeist aber 7 ½ Arbeitsstunden täglich (ca. 385 Std) sowie 1 ½ Std. Yoga & Morgenmeditation.
Termine:
Block 1 So. 03. – Fr. 08. März 2024
Block 2 Fr. 14. – Mi. 19. Juni 2024
Block 3 So. 13. – Fr. 18. Okt. 2024
Block 4 So. 19. – Fr. 24. Jan. 2025
Block 5 Mo. 05. – Sa. 10. Mai 2025
Block 6 Fr. 26. Sept. – Mi. 01.Okt. 2025
Block 7 Sa. 24. – Fr. 30. Jan. 2026 (1 Tag länger)
Block 8 So. 14. – Fr. 19. Juni 2026
Block 9 So. 11. – 16. Okt. 2026
Block 10 So. 17. – Fr. 22.Jan. 2027
Block 11 Sa 24. – Do. 29. April 2027
Tagungsort:
Seminarzentrum MaRah auf Hof Moorort
Moororter Str. 24, D – 32369 Rahden – Pr. Ströhen
Telefon: 05776-948201 Fax: 05776-560
E-mail: info@marah.de
Kursgebühr:
840,– € pro 5-Tage-Block; insgesamt 9.240,– €.
Kosten für das Tagungszentrum: Übernachtung & Verpflegung pro Tag und Person derzeit zwischen 85,- und 115- € (je nach Zimmerwahl). Umlage der Gruppenraummiete voraussichtlich 25,- € pro Blockveranstaltung.
Honorar für Vorgespräch mit beiden Gruppenleitern (50 bis 75 min): 150,– €
Zahlungsmodus:
Nach Erhalt der schriftlichen Zusage ist die Kursgebühr für den ersten Weiterbildungsblock innerhalb von 2 Wochen zur Sicherstellung der Verbindlichkeit zu überweisen an:
Wolfgang Strobel IBAN: DE07 3006 0601 0207 3902 03, BIC: DAAEDEDDXXX, apoBank. Die Seminargebühren für die weiteren Einheiten sind jeweils spätestens 10 Tage vor der nächsten Blockveranstaltung zu überweisen.
Rücktrittsbedingungen:
Bei Abmeldung bis 3 Monate vor dem Beginn erfolgt die Rücküberweisung des Betrags abzüglich 10% Bearbeitungsgebühr. Danach erfolgt eine Rücküberweisung nur, wenn kurzfristig noch ein:e Ersatzteilnehmer:in gleichen Geschlechts gefunden werden kann.
6 Wochen vor Beginn ist ein Rücktritt nicht mehr möglich und die gesamte Weiterbildungsgebühr ist für alle 11 Blockveranstaltungen in entsprechenden Raten zu zahlen.
Anmeldung
Flyer mit Anmeldeformular anfordern bei:
Büro Dr. W. Strobel, Oberer Geißelring 10, D-97236 Lindelbach
Telefon: 09303 – 9846422 • Fax 09303 – 9846423
e-mail: · info@wolfgang-strobel.de